Freitag, 26. April 2024
um 20 Uhr
in St. Marien
Haltern am See

Gesang. Gespräch. Gemeinschaft.

Ein kleiner feierabendlicher Snack 
in gemütlicher Runde wäre etwas für dich?

Du hörst gerne Musik, 
singst vielleicht auch gern mit?

Und hast Interesse an Gemeinschaft?

Du magst dich Gott ein bisschen näher fühlen?

Dann bist du bei together genau richtig!

Im Januar wurde together SING & TALK am E-Parktower am Bahnhof beworben.
Mit freundlicher Unterstützung der E-Parktower GmbH in Haltern am See.

together erleben.

Im "LOKALlust" Magazin vom 18. 11.2023 erschien folgender Bericht 
über den ersten together-Abend – Geschrieben von Irene Stock.

Gesang, Gespräch, Gemeinschaft
Ökumenischer Abend in St. Marien

Die christlichen Kirchen stehen vor erheblichen Herausforderungen. Der Mitgliederverlust hat sich in den letzten Jahren noch mal deutlich beschleunigt. Die Austritte sind auf einem Rekordhoch und die Gründe dafür sind vielfältig. Die Kirchen möchten mit Reformen dem Weggang der Unterstützer und der Bedeutungslosigkeit entgegenwirken. Hat die Kirche mit neuen Formen der Begegnung auf biblischer Grundlage eine Zukunft? Erlebt man „Sing & Talk“ an einem Freitagabend im Pfarrheim St. Marien, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Gesang, Gespräche, Gemeinschaft– es sind diese drei Gs, die den Abend prägen.  Circa 50 Frauen und Männer, junge und alte, sind gekommen. Der Abend wird als Gottesdienst gefeiert und ist überkonfessionell. Mitglieder der evangelischen, katholischen und neu-apostolischen Gemeinde sind da, vielleicht auch Konfessionslose. Jeder kann kommen, jeder ist willkommen.  

Initiiert hat den Abend Diakonin Karolin Wengerek. „Sing & Talk“ fand ursprünglich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirche a la carte“ in der evangelischen Kirchengemeinde statt. Das Angebot kam so gut an, dass irgendwann die Idee einer ökumenischen Neuauflage aufkam – und schnell formierte sich unter dem Stichwort „Together“ ein neues Veranstaltungsteam aus den drei Kirchengemeinden. 

Zur Premiere sind Karolin Wengerek von der Evangelischen, Dechant Michael Ostholthoff von der Katholischen und Priester Sören Linke von der Neuapostolischen Gemeinde Haltern am See, und eine Instrumentalgruppe unter Leitung von Pastoralreferent Matthias Garsche von der Pfarrei St. Sixtus dabei. „Lasst euch überraschen und lasst euch drauf ein, was heute passieren wird“, begrüßt Wolfram Heidenreich die Gäste. Traditionell geprägte Kirchgänger müssen sich in der Tat auf den Abend einlassen. Es ist eher „eine kleine feierabendliche Runde in gemütlicher Atmosphäre“, beschreibt ihn Diakonin Wengerek. Es gibt keine starren, überholten Kirchenriten und keine liturgischen Elemente, sondern viel Musik, Gesang (die überwiegend englischen Liedtexte werden zum Mitsingen auf eine Leinwand geworfen), moderne Texte und die Freiheit, sich zu bewegen.
Die Organisatoren bedienen sich dazu eines „Kinderklassikers“. Mit einer Memory-Karte macht man sich auf die Suche nach der Partnerkarte und dem Gesprächspartner. Ramona aus Haltern und Dirk aus Hamminkeln zum Beispiel erzählen, dass sie aus der ehemaligen DDR stammen. Ihnen geht es weniger um den Glauben als um den Austausch und das Miteinander. „Man begegnet netten Leuten, unterhält sich und hört tolle Musik.“
In einer Gesprächsrunde vor dem Mikrofon tauschen sich Wengerek, Ostholthoff und Linke über das Trennende und das Gemeinsame in ihren jeweiligen Glaubensrichtungen aus. Ihr Fazit: „Unterschiede müssen uns nicht trennen.“ Im Gegenteil. „Was uns verbindet, ist das Aufeinanderzugehen“, so die drei Gemeindevertreter. Die Kirchen seien in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation sehr herausgefordert, so Michael Ostholthoff. „Aber gerade wenn wir als christliche Kirche schwach sind, sehe ich bei dem anderen Impulse und es tun sich neue Wege auf.“